Schraubenlose Zahnimplantate

Sie haben Angst vor einer Implantat-Operation oder vor einer langen Heilung? Bei der Methode, die oft „schraubenlos“ genannt wird, ist in geeigneten Fällen kein großer Schnitt im Zahnfleisch nötig, und es muss nicht genäht werden. Die Heilung dauert dadurch meist kürzer. Wenn Knochen und Stabilität es zulassen, kann noch am selben Tag ein provisorischer Zahn eingesetzt werden; viele sind am nächsten Tag wieder im Alltag.

Implantat mit Aufbau und Krone (Illustration)
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Was bedeutet „schraubenlos“?

Der Name kann in die Irre führen.

Ein Implantat besteht aus zwei Teilen: dem Implantatkörper aus Titan, der wie eine Schraube in den Kieferknochen gesetzt wird, und dem Zahnersatz darauf (Suprastruktur), also Krone oder Brücke. „Schraubenlos“ bezieht sich auf diesen Zahnersatz: Die Krone wird nicht verschraubt, sondern mit einem speziellen Zement auf dem Implantat befestigt. In der Fachliteratur heißt das deshalb „zementierte Implantat-Suprastruktur“ oder „zementiertes Implantat“.

Viele meinen mit dem Wort aber etwas anderes: einen Eingriff ohne Aufschneiden des Zahnfleischs (lappenlos). Dabei ist kein großer Schnitt nötig, es muss nicht genäht werden, und die Heilungszeit verkürzt sich.

Wir bieten beides an: Kronen, die ohne Schraube befestigt werden, und schonende, lappenlose Eingriffe.

Beratung

Sie haben Fragen zu „schraubenlosen“ Implantaten? Schreiben Sie uns.

Mögliche Vorteile „schraubenloser“ Implantate

Kleinerer Eingriff: Viele schieben eine Implantation aus Angst vor der Operation jahrelang auf. Beim lappenlosen Vorgehen ist kein großer Schnitt im Zahnfleisch nötig. Unter örtlicher Betäubung dauert der Eingriff etwa 20 bis 30 Minuten.
Kürzere Heilung: Nach einer herkömmlichen Implantat-OP mit Schnitt und Naht dauert die Heilung meist 1–2 Wochen. In dieser Zeit können Schwellungen, Empfindlichkeit und Einschränkungen beim Essen und Trinken auftreten. Nach einem lappenlosen Eingriff sind die meisten am nächsten Tag wieder im Alltag. Wenn Sie aus dem Ausland anreisen, ist das ein Vorteil: Der Eingriff passt in einen kurzen Aufenthalt.
Aussehen: Bei verschraubten Kronen liegt der Schraubenkanal in der Krone und ist mit Füllmaterial verschlossen. Löst es sich mit der Zeit, kann die Öffnung sichtbar werden. Bei zementierten Kronen gibt es diesen Kanal nicht. Vor allem im Frontzahnbereich wirkt die Krone dadurch geschlossen, glatt und natürlich.
Provisorium am selben Tag: In geeigneten Fällen kann noch am selben Tag eine provisorische Krone eingesetzt werden. So müssen Sie nicht mit einer Lücke unter Leute gehen. Das Verfahren heißt Sofortbelastung; wir bieten es an, wenn die Knochenqualität ausreicht.

Für wen kommt ein „schraubenloses“ Implantat infrage?

Das lässt sich nur im Einzelfall beurteilen. Als allgemeine Orientierung gilt:

Gute Voraussetzungen:

  • Ausreichend dichter und kräftiger Kieferknochen
  • Guter allgemeiner Gesundheitszustand; Vorerkrankungen sind gut eingestellt
  • Nichtrauchen oder die Bereitschaft, mit dem Rauchen aufzuhören
  • Ausreichend dickes Zahnfleisch

Genauer prüfen müssen wir bei:

  • starkem Knochenabbau (eventuell ist ein Knochenaufbau nötig)
  • schlecht eingestelltem Diabetes
  • laufender Krebsbehandlung oder Einnahme von Bisphosphonaten
  • starkem nächtlichem Zähneknirschen (Bruxismus)

Wichtig: Lappenlos lässt sich nur arbeiten, wenn genug Knochen vorhanden ist. Deshalb fertigen wir bei der Erstuntersuchung immer eine 3D-Röntgenaufnahme (DVT) an. Reicht der Knochen, kommt das lappenlose Vorgehen infrage. Wenn nicht, planen wir eine herkömmliche Operation oder zuerst einen Knochenaufbau. Welche Lösung passt, besprechen wir gemeinsam mit Ihnen.

Inhalt

Beratung anfragen

Ablauf: Wie wird ein „schraubenloses“ Implantat eingesetzt?

Schritt 1 – 3D-Röntgen (DVT) und digitale Planung

Mit einem Panorama-Röntgenbild und einer DVT-Aufnahme (digitale Volumentomographie) entsteht ein dreidimensionales Bild Ihres Kieferknochens. Daran planen wir Winkel, Tiefe und Durchmesser des Implantats am Computer. So steht schon vor dem Eingriff fest, wo das Implantat sitzen wird. Auf Wunsch erstellen wir in dieser Phase auch ein digitales Smile Design (DSD). Damit sehen Sie die geplante Versorgung vorab am Bildschirm.

Schritt 2 – Bohrschablone

Aus den Planungsdaten entsteht im 3D-Druck eine Bohrschablone, die die Position des Implantats genau vorgibt. Während des Eingriffs sitzt sie im Mund und führt das Bohren. Das verringert Abweichungen von der Planung.

Schritt 3 – Minimalinvasiver Eingriff

Der Bereich wird örtlich betäubt. Durch die Bohrschablone wird das Zahnfleisch nur an einer kleinen Stelle geöffnet oder gar nicht eingeschnitten. Das Implantat, eine Titanschraube, wird wie bei einem herkömmlichen Implantat in den Knochen gesetzt. Der Unterschied liegt beim Zahnfleisch: kein großer Schnitt und keine Naht. Für einen einzelnen Zahn dauert der Eingriff in der Regel 20 bis 40 Minuten.

Schritt 4 – Provisorische oder endgültige Krone

Wenn Knochenqualität und Primärstabilität ausreichen, wird noch am selben Tag eine provisorische Krone eingesetzt. Ist das Implantat eingeheilt (Osseointegration), meist nach 3–4 Monaten, folgt die endgültige Zirkonkrone. Wird sie mit einem speziellen Zement statt mit einer Schraube befestigt, bleibt ihre Oberfläche geschlossen.

Der Ablauf im Überblick (bei Anreise aus dem Ausland)

WannWas passiertDauer
1. TagDVT, Untersuchung und Planung1–2 Stunden
2. TagEingriff und provisorische Krone1–2 Stunden
3.–5. TagKontrolle30 Minuten
3.–4. Monat (aus der Ferne)Kontrolle der EinheilungOnline
Zweiter BesuchEinsetzen der festen Krone1 Stunde

Für die endgültige Krone genügt ein zweiter, kurzer Besuch.

Was kostet ein „schraubenloses“ Implantat? Wovon die Kosten abhängen

Einen Pauschalpreis nennen wir nicht, weil die Kosten von Ihrer Ausgangslage abhängen.

Nach der Untersuchung in unserer Klinik erhalten Sie einen schriftlichen Behandlungs- und Kostenplan, in dem alle Posten einzeln aufgeführt sind. Ohne Ihre Zustimmung beginnen wir keine Behandlung.

Alanya Dental Place – Zahnbehandlung für Patienten aus dem Ausland

Zementiert oder verschraubt? Der Unterschied im Überblick

Welche Befestigung sinnvoll ist, hängt von der klinischen Situation und Ihren Wünschen an das Aussehen ab.

Eine zementierte Krone (ohne Schraube) kommt vor allem infrage:

  • im Frontzahnbereich und im sichtbaren Bereich
  • wenn der Schraubenkanal sonst auf der Oberseite der Krone liegen würde
  • wenn der Zahnfleischrand für das Aussehen entscheidend ist

Eine verschraubte Krone oder Brücke ist vor allem sinnvoll:

  • wenn der Schraubenkanal günstig austritt, also auf der Kaufläche oder der Innenseite des Zahns
  • bei großen Brücken, die spannungsfrei sitzen müssen
  • wenn die Arbeit später abgenommen und wieder befestigt werden soll

Wir bieten beide Varianten an und entscheiden gemeinsam mit Ihnen, welche zu Ihnen passt.

„Schraubenlose“ Implantate bei uns

3D-Röntgen und digitale Planung

Ohne 3D-Bildgebung und computergestützte Planung ist eine lappenlose Implantation riskant. Bei uns gehören DVT und digitale Planung deshalb immer dazu.

Provisorische Krone am selben Tag

Ist das Implantat stabil genug verankert (Primärstabilität), kann es gleich belastet werden: Sie erhalten dann noch am selben Tag eine provisorische Krone.

Erfahrenes Team

Das lappenlose Vorgehen verlangt mehr Erfahrung und eine bessere Ausstattung als die herkömmliche Implantatchirurgie. Unser Behandlungsteam ist international in Implantologie ausgebildet.

Organisation Ihres Aufenthalts

Wir helfen Ihnen bei der Planung der Behandlungstermine und, wenn Sie möchten, beim Transfer vom Flughafen und bei der Wahl einer Unterkunft.

Standort: Alanya

Alanya liegt an der türkischen Mittelmeerküste. Bis das Implantat eingeheilt ist, vergehen meist 3–4 Monate. Für die endgültige Krone kommen Sie dann noch einmal kurz zu uns.

Wovon hängt der Erfolg ab?

Zahnimplantate sind seit Langem gut untersucht; Studien haben sie über zehn Jahre und länger beobachtet. Bei sorgfältiger Auswahl der Patientinnen und Patienten schneidet das lappenlose Vorgehen in Studien ähnlich ab wie die herkömmliche Chirurgie.

Den Erfolg beeinflussen vor allem die Qualität des Implantats, eine genaue Planung, Ihr allgemeiner Gesundheitszustand und Ihre Mundhygiene. Diese Punkte berücksichtigen wir bei Planung und Behandlung.

Frau im weißen Kittel mit Kiefermodell

5 verbreitete Irrtümer über „schraubenlose“ Implantate

„Ohne Schraube hält die Krone schlechter.“ Nicht unbedingt: Moderne Zemente halten Kronen ähnlich fest wie eine Verschraubung. Langzeitstudien zeigen vergleichbare Werte.
„Lappenlos geht bei jedem Kiefer.“ Falsch: Ohne ausreichend Knochen ist die Technik nicht möglich. Eine Voruntersuchung ist deshalb Pflicht.
„Eine zementierte Krone lässt sich nie wieder abnehmen.“ Falsch: Mit geeigneten Instrumenten kann sie bei Bedarf entfernt werden. Das ist zwar aufwendiger als bei einer verschraubten Krone, aber möglich.
„Ein Provisorium am selben Tag ist immer riskant.“ Nicht unbedingt: Entscheidend ist eine sorgfältige Auswahl der Patientinnen und Patienten. Die Sofortbelastung wird seit Jahren angewendet und untersucht. Wie jeder Eingriff hat aber auch sie Risiken.
„Implantate aus der Türkei sind minderwertig.“ Pauschal nicht richtig: Wir wählen die Implantatsysteme nach festen Kriterien aus, darunter internationale Marken wie Straumann, Nobel Biocare und Osstem.

Termin für Erstuntersuchung und 3D-Röntgen

Schreiben Sie uns, wenn Sie einen Termin für die Erstuntersuchung in unserer Zahnklinik in Alanya möchten. Danach erstellen wir Ihren individuellen Behandlungsplan.

Unsere Zahnklinik liegt in Alanya (Provinz Antalya).

Häufig gestellte Fragen

Fragen zur Behandlung

Mit „schraubenlos“ ist meist gemeint, dass die Krone nicht verschraubt, sondern mit Zement befestigt wird. Oft wird zudem lappenlos operiert, also ohne Schnitt im Zahnfleisch und ohne Naht. Das Implantat selbst wird auch hier in den Knochen geschraubt. Verglichen mit der herkömmlichen Methode ist der Eingriff weniger belastend, die Heilung meist kürzer, und die Krone kann Vorteile für das Aussehen haben. Möglich ist das aber nicht bei allen: Zuerst muss die Knochendichte beurteilt werden.

Der Eingriff erfolgt unter örtlicher Betäubung. Weil kein Schnitt und keine Naht nötig sind, treten danach meist weniger Schmerzen und Schwellungen auf als nach einer herkömmlichen Operation. Die meisten können am Abend des Behandlungstags schon wieder essen.

Einen Pauschalpreis nennen wir nicht, weil die Kosten von Ihrer Ausgangslage abhängen, zum Beispiel vom Implantatsystem, von der Krone und davon, ob ein Knochenaufbau nötig ist. Den genauen Betrag nennen wir Ihnen nach der Untersuchung mit 3D-Röntgen im schriftlichen Behandlungs- und Kostenplan.

Wie jeder Eingriff hat auch dieser Risiken. Wichtig sind die richtige Auswahl der Patientinnen und Patienten und eine 3D-Planung. Die Bohrschablone verringert Abweichungen von der Planung. Nach Daten internationaler Fachgesellschaften sind die Ergebnisse mit denen herkömmlicher Techniken vergleichbar.

In geeigneten Fällen ja. Bei der Sofortbelastung wird noch am selben Tag eine provisorische Krone eingesetzt, wenn Knochenqualität und Primärstabilität ausreichen. Die endgültige Krone folgt nach der Einheilung, meist nach 3–4 Monaten.

Für einen einzelnen Zahn dauert der Eingriff meist 20 bis 40 Minuten; dazu kommt die Zeit für 3D-Röntgen und Planung. Wenn Sie aus dem Ausland anreisen, ist dieser erste Teil der Behandlung in der Regel nach 2 bis 3 Tagen abgeschlossen.

Das Implantat selbst kann bei guter Pflege und regelmäßigen Kontrollen viele Jahre halten. Wie lange eine zementierte Krone hält, hängt vor allem vom Material und von Ihrer Mundhygiene ab.

Dann ist das lappenlose Vorgehen nicht möglich. Meist wird zuerst ein Knochenaufbau geplant. Ist genug Knochen nachgewachsen, in der Regel nach 4–6 Monaten, folgt die Implantation. Alternativ kommen schräg gesetzte Implantate oder Verfahren wie All-on-4 infrage.

Rauchen stört die Einheilung und erhöht das Risiko, dass ein Implantat verloren geht. Es schließt eine Behandlung zwar nicht grundsätzlich aus. Wir empfehlen aber dringend, mindestens zwei Wochen vor dem Eingriff mit dem Rauchen aufzuhören und bis zwei Monate danach nicht zu rauchen. Informieren Sie uns bitte auch über Ihren aktuellen Gesundheitszustand.

Für den Eingriff sollten Sie mindestens 3–5 Tage einplanen. Etwa 3–4 Monate später folgt ein kurzer zweiter Termin für die endgültige Krone.

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